Aktuelles

Diskriminierung durch barrieren

Zehntausende Arztpraxen nicht ohne Barrieren zu erreichen

Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Beeinträchtigungen tun sich beim Arztbesuch oft schwer – die wenigsten Praxen sind ohne Stufen oder Treppen zu erreichen.

Der Großteil der rund 100.000 Arztpraxen in Deutschland ist nicht ohne Stufen oder Treppen zu erreichen. Das geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Demnach verfüge nur gut jede dritte Praxis (34,4 Prozent) über mindestens ein Merkmal der Barrierefreiheit. Solche Merkmale sind etwa barrierefreier Zugang, barrierefreie Räumlichkeiten, auch Leitsysteme für Menschen mit Sehbehinderung zählen dazu.

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2019

Der vermeintlich barrierefreie Zugang des Rathauses Hannover

- ein Erlebnisbericht -

Barrierefrei sind bauliche […] Anlagen, […], wenn sie für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. (§4 BGG)

All das trifft auf das Rathaus aus meiner Sicht nicht zu. Zunächst die „allgemein übliche Weise“. Die Mehrzahl der Besucher*Innen und Benutzer*Innen des Rathauses betreten das Gebäude über eine Treppe und gelangen direkt in eine schöne und große Eingangshalle. Dort gibt es vermutlich, ohne dass ich es weiß, eine Information, um weitere Informationen zu Räumen und Zuständigkeiten zu erfragen. Wenn ich die Eingangstreppe nicht benutzen kann, stellt sich die Situation anders dar. Als Rollstuhlfahrer, muss ich mit einem Fahrstuhl zunächst ins Untergeschoss und dann mit einem zweiten Fahrstuhl wieder nach oben fahren, um schlussendlich zu einem anderen Ausgangspunkt als andere Besucher*Innen zu gelangen. Von allgemein üblicher Weise kann keine Rede sein.

Nächster Aspekt: „ohne besondere Erschwernis“. Vor dem Rathaus ist Kopfsteinpflaster verlegt. In meinem speziellen Fall unproblematisch, aber für einen guten Freund von mir eine große Hürde. Als nicht Ortskundiger muss ich den Fahrstuhl erstmal finden. Solange die Tür des Seiteneingangs nicht gerade zufällig offensteht, ist diese nicht gut zu sehen. Selbst wenn ich den Fahrstuhl dann finde, ist es kontraintuitiv zunächst in den Keller zu fahren, obwohl ich in den ersten Stock möchte. Daher bin ich gestern wieder rausgefahren und habe nach einem weiteren Eingang gesucht. Auch vorbei gehende Passanten konnten mir keine zuverlässige Auskunft geben. Nach einer kurzen telefonischen Information bin ich dann doch diesen besagten Umweg gehfahren. Eine zeitraubende und irritierende Reise, zumal der zweite Fahrstuhl recht stark frequentiert schien und ich somit entsprechend lange warten musste. Oben angelangt, war wiederum die Orientierung nicht auf den ersten Blick möglich. Die Beschilderung war darüber hinaus teilweise schlecht bis gar nicht zu lesen. Das Betreten des Rathauses ist also nur unter besonderer Erschwernis möglich. Erst recht für jemanden, der nicht „bloß“ gehbehindert, sondern darüber hinaus eventuell auch noch sehbehindert ist.

Dargestellte Situation macht auch deutlich, dass ein Betreten und Nutzen nicht ohne fremde Hilfe möglich ist. Aspekte wie ein nicht barrierefreier Aufzug finden hier keine Erwähnung, sind aber ebenfalls kritisch zu sehen.

2018

Messe-Equipment

Unser neues Messeequipment befindet sich im Bau. Derzeit ist Bastian Drews dabei unsere beiden neuen Messegegenstände fertig zu stellen. Wir haben in Zukunft einen neuen Tisch und eine Wand zur Präsentation unserer Entwicklungen. So können unsere Hilfsmittel und Medizinprodukte noch ein bisschen Eindrucksvoller gezeigt werden.

Anfang nächster Woche werden die beiden Möbel fertig sein und können dann direkt bei der nächsten Zukunftsmesse in Göttingen eingeweiht werden. Wir freuen uns darauf!

Messetisch_Rohbau_1

Elektrik Messetisch

Grundgerüst Messetisch

2018

Innovationsforum Help Camps

Wie können innovative Alltagshilfen die Lebenssituation von Menschen mit Beeinträchtigung verbessern? Mit dieser Frage beschäftigen sich mittlerweile einige Maker-Initiativen und FabLab-Projekte. Offene Werkstätten wie FabLabs und Makerspaces bieten mit ihren digitalen Fertigungsverfahren und Open Hardware-Ansätzen ideale Möglichkeiten für innovative Lösungen. Für traditionell handwerklich geprägte Orthopädietechniker, Sanitätshäuser und andere kleine und mittlere Unternehmen mit ihrer hohen medizintechnischen Fachkompetenz ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit der Maker-Szene viele spannende Möglichkeiten.

Beim Innovationsforum HelpCamps hatten wir die Chance, Gleichgesinnte zu treffen, Projekte und Initiativen kennen zu lernen, uns auszutauschen, zu vernetzen und Partner für unsere Ideen zu finden. (Zitat: helpcamps.de/innovationsforum/)

2018

Barrierefreheit in Kamp Lintfort

Die Universtität in Kamp Lintfort war vorbildlich gebaut in Hinblick auf Fragen der Barrierefreiheit. Angefangen von einem guten Leitsystem auf dem Kampusgelände, über gut umgesetzte Treppen mit Stufenmarkierungen, Handläufen und weiterem, bis hin zu funktional aber auch optisch ansprechenden Sanitäreinrichtungen.

Super!

Nachfolgend ein paar Impressionen:

Barrierefreie Treppe

Bodenindikatoren zu den wichtigen Räumen

Barrierefreie Toilette

2018